Biographie
1905   am 2. August in München geboren als vierter Sohn der Eheleute Friedrich Richard (1866-1925) und Gertrud Hartmann (1874-1935; geb. Schwamm) nach den Brüdern Adolf (1900-1971), Fritz (1902-1974) und Richard (1903-1969).
1919-22   Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Pasing
1924-31   Studien an der Staatlichen Akademie der Tonkunst in München
1928   Besuch der "Habima"-Aufführungen in den Münchener Kammerspielen
1929   Erste Begegnung mit Hermann Scherchen in München
1931   Uraufführung der Tanzsuite für Bläserquintett und der Burlesken Musik für Bläser, Schlagzeug und Klavier bei den "Juryfreien e.V." in München
1932   Uraufführung der 1. Klaviersonate, des Kleinen Konzerts für Streichquartett und Schlagzeug, der Sonatine für Klavier und der Toccata variata bei den "Juryfreien e.V." in München
1933   Uraufführung des Trompetenkonzerts (Vorstufe der V. Symphonie) auf einer von Hermann Scherchen geleiteten musikdramatischen Arbeitstagung in Straßburg

Die Burleske Musik für Bläser, Schlagzeug und Klavier wird vom Verlag Benno Balan in Berlin veröffentlicht
1934   Hochzeit mit Elisabeth Reussmann
1935   Uraufführung von Miserae auf dem IGNM-Fest in Prag (Dirigent Hermann Scherchen)

Geburt des Sohnes Richard
1936   1. Preis beim Kammermusikwettbewerb "Carillon" in Genf für das 1. Streichquartett

Uraufführung des 1. Streichquartetts in Genf durch das Vegh-Quartett
1937   Auszeichnung der Kantate Anno '48/Friede durch die Emil-Hertzka-Gedächtnisstiftung in Wien
1938   Aufführung des 1. Streichquartetts auf dem IGNM-Fest in London durch das Kutcher Quartet

Begegnung mit Elias Canetti
1939   Uraufführung der Symphonie L'oeuvre auf der Weltausstellung in Liege, Aufführung in Brüssel (Dirigent Franz Andre)
1940   Uraufführung der Musik der Trauer in St. Gallen
1942   Privatunterricht bei Anton Webern in Maria Enzersdorf bei Wien, Aufführung der Musik zu Macbeth in München
1942-43   Komposition und Aufführungen der Musik zu Macbeth in München
1945   Hartmann erlebt in Kempfenhausen im Haus der Schwiegereltern am Starnberger See den Evakuierungszug der Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau.

Verpflichtung als Musikdramaturg an die Bayerische Staatsoper

Beginn der Musica-viva-Konzertreihe
1947   Uraufführung der Symphonischen Ouvertüre "China kämpft" bei den Internationalen Zeitgenössischen Musiktagen in Darmstadt (Dirigent Hermann Scherchen)
1948   Ursendung des Simplicius Simplicissimus durch den Bayerischen Rundfunk München (Dirigent Hans Rosbaud)

Uraufführung der 1. Symphonie als Symphonisches Fragment in Radio Frankfurt (Dirigent Winfried Zillig)

Uraufführung der 4. Symphonie im Bayerischen Rundfunk München (Dirigent Hans Rosbaud)
1949   Musikpreis der Stadt München

Szenische Uraufführung des Simplicius Simplicissimus in Köln (Dirigent Richard Kraus, Inszenierung Erich Bormann)

Uraufführung der 5. Symphonie in der Fassung als Concerto für Bläser und Kontrabässe in Zürich

Uraufführung des Concerto funebre (umgearbeitete Fassung der Musik der Trauer) bei den Tagen für neue Kammermusik in Braunschweig

Uraufführung des 2. Streichquartetts in Mailand durch das Vegh-Quartett
1950   Kunstpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München

Uraufführung der 3. Symphonie im Bayerischen Rundfunk (Dirigent Erich Schmid)

Uraufführung der 2. Symphonie bei den Donaueschinger Musiktagen (Dirigent Hans Rosbaud)

Aufführung der 4. Symphonie auf dem IGNM-Fest in Brüssel (Dirigent Hermann Scherchen)
1951   Uraufführung der 5. Symphonie in ihrer Endfassung im Süddeutschen Rundfunk Stuttgart (Dirigent Hans Müller-Kray)

Aufführung der 3. Symphonie auf dem IGNM-Fest in Frankfurt am Main

Aufführung der 4. Symphonie bei den Wiener Festwochen
1952   Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1953   Uraufführung der 6. Symphonie in der Musica viva München (Dirigent Eugen Jochum)

Uraufführung des Konzerts für Klavier, Bläser und Schlagzeug bei den Donaueschinger Musiktagen (Dirigent Hans Rosbaud, Solistin Maria Bergmann)
1954   Verleihung der Schönberg-Medaille der IGNM

Beginn der Zusammenarbeit mit dem Musikverlag B. Schott's Söhne, Mainz
1955   Mitglied der Akademie der Künste Berlin (West)

Uraufführung des Lamento auf der Insel Mainau im Bodensee (Solisten: Annelies Kupper und Carl Seemann)
1956   Uraufführung des Konzerts für Bratsche und Klavier bei den Tagen für Neue Musik in Frankfurt am Main (Dirigent Otto Matzerath, Bratsche Jascha Vleissi, Klavier Annemarie Bohne)
1957   Uraufführung der Neufassung des Simplicius Simplicissimus im Nationaltheater Mannheim (Dirigent Karl Fischer, Inszenierung Joachim Klaiber)

Großer Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

Aufführung der 6. Symphonie auf dem IGNM-Fest in Zürich

Angebot einer Professur an der Staatlichen Musikhochschule Köln (abgelehnt)

Uraufführung der 1. Symphonie. Versuch eines Requiems in Wien
1959   Uraufführung der 7. Symphonie im NDR Hamburg (Dirigent Hans Schmidt-Isserstedt)

Aufführung der 7. Symphonie auf dem IGNM-Fest in Köln
1960   Aufführung der 7. Symphonie auf dem IGNM-Fest in Köln
1961   Kunstpreis der Stadt Berlin

Angebot, Direktor des Städtischen Konservatoriums in Berlin zu werden (abgelehnt)

Schwabinger Kunstpreis
1962   Ehrendoktorat der Spokane University, Washington, USA
1963   Uraufführung der 8. Symphonie im WDR Köln (Dirigent Rafael Kubelik)

Aufführungen der 8. Symphonie auf der Biennale Venedig, dem IGNM-Fest in Amsterdam, den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt und bei den Berliner Festwochen

Uraufführung des Balletts "Triptychon" von Heinz Rosen nach der 7. Symphonie im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten des wieder aufgebauten Nationaltheaters in München

am 5. Dezember in München gestorben