Konzert ensemble hartmann21 am 5. Juni 2018: Gipfeltreffen mit Helmut Lachenmann und Peter Eötvös

 

Mit Helmut Lachenmann und Peter Eötvös können wir zwei der exponiertesten Komponistenpersönlichkeiten begrüßen, die die Musikgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts entscheidend geprägt haben. Insbesondere durch ein systematisches Erkunden der Instrumente und der innovativen Erweiterung ihrer Spieltechniken setzte Lachenmann ganz individuelle Impulse.

Auf diese Weise wird die Art der Entstehung von Musik ebenso mit einbezogen wie z.B. Klangfarbe und Lautstärke. Das 1968 entstandene „TemA“ dürfte eine der ersten Kompositionen sein, in denen das Atmen als akustisch vermittelter, energetischer Vorgang thematisiert wurde.Ganz im Sinne Karl Amadeus Hartmanns nimmt Musik hier ein gesellschaftskritisches Potenzial in Anspruch: „Schönheit als verweigerte Gewohnheit.“ (Helmut Lachenmann)

 

 

 

Auch Peter Eötvös lotet in seinen Werken „Psy“ für Flöte, Violoncello und Klavier und „Two poems to Polly“ (Text von Lady Sarashina aus dem 11. Jahrhundert) für einen „sprechenden Cellisten“ das Spannungsfeld zwischen Klang und Sprache aus.  Seine Musik weist eine sprachanaloge Faktur auf und schöpft aus einem reichen Fundus an Farben und Stimmungen. Eine besondere Freude ist es, Peter Eötvös – einer der renommiertesten Dirigenten und Pianisten – auch als Interpreten seiner eigenen Kompositionen „Erdenklavier – Himmelklavier“ sowie "Un taxi l´attend, mais Tchékhov préfère aller à pied" begegnen zu können. 

 

 

 

Auch mit unserem neuen eigenen ensemble hartmann21 fühlen wir uns weiterhin der Intention Hartmanns verpflichtet, junge hochtalentierte Komponisten und Interpreten zu fördern. In diesem singulär komponierten Programm möchten wir Ihnen den Ungarn Máté Balogh und den in München lebenden Schweden Henrik Ajax vorstellen, die sich in ihren neu entstandenen Werken auf die beiden „Lichtgestalten“ der zeitgenössischen Musik Lachenmann und Eötvös beziehen, inhaltlichen Bezügen nachspüren und auf  jeweils individuelle Weise das Thema „Musik und Sprache“ reflektieren und verdichten. 

 

 

Programm: 

 

Helmut Lachenmann:TemA(1968)

für Mezzosopran, Flöte und Violoncello

 

Henrik Ajax (1980): Sparkling Shiverings(UA)

für  Flöte und Klavier

 

Máté Balogh (1990): Kipling’s Speech(UA)

für Sopran, Flöte, Violoncello und Klavier

 

Peter Eötvös: 2 Sätze aus „Erdenklavier – Himmelklavier“ sowie "Un taxi l´attend, mais Tchékhov préfère aller à pied"

für Klavier

 

Peter Eötvös: Two Poems to Polly (1998)

für einen sprechenden Cellisten

 

Peter Eötvös: Psy (1996)

3. Version für Klavier, Altflöte/Piccolo und Violoncello 

 

ensemble hartmann21

Roxana Lucia Mihai (Mezzosopran), Serena Aimo (Flöte), Hans-Henning Ginzel (Violoncello), Peter Eötvös und Henry Bonamy (Klavier)

 

Datum: 5. Juni 2018

Ort: Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft, Franz-Joseph-Str. 20, 80801 München (U3/6 Giselastraße)

Beginn:20.00 Uhr

Kartenreservierung unter:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Tel. 089 347967

Vorbestellung und Abendkasse

Eintritt: 10,00 Euro (red. 7,00 Euro)

Veranstalter: Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft e.V.

 

 

Eine Veranstaltung der © Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft e. V., gefördert durch Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturreferat der Landeshauptstadt München, LFA Förderbank Bayern und Bezirk Oberbayern.